Chronik der NZ Bleibach "Der Silberklopfer" e.V.

Ein in Bleibach lange gehegter Wunsch, der mit den jedes Jahr wiederkehrenden Fasnachtstagen mehr und mehr genährt wurde, ging endlich im Jahre 1965 mit der Gründung der Narrenzunft Bleibach in Erfüllung. Der heutige Ehrenoberzunftmeister August Weis hat am 6. März 1965 zur Gründerversammlung eingeladen. Es erschienen 23 Personen, die am 12, März 1965 im Gasthaus "Zum Rösch" die Zunft gründeten und ihr den Namen Narrenzunft Bleibach "Der Silberklopfer" gaben.

In dieser Gründerversammlung kam der allgemeine Wunsch zum Ausdruck, die Verkörperung des Narren an das ehemalige Bergwerk anzulehnen. Es war wohl nicht allzu schwer, die Zunft historisch und geschichtlich zu fundieren. Hierzu bot das im Mittelalter in Bleibach in Betrieb gewesene Bergwerk die entsprechenden Grundlagen. Nach alten mündlichen Überlieferungen hatte das Bergwerk im 13. Und 14. Jahrhundert seine Blütezeit. In dieser Zeit wurden Silber- und Bleierze gefördert. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts, als in Deutschland die Pest wütete, wurde der Betrieb des Bergwerks eingestellt. Noch heute heißt der auf dem ehemaligen Bergwerksgelände anfangs des letzten Jahrhunderts entstandene Ortsteil "Bergwerk" und der angrenzende Wald "Silberwald". Auch der Name Bleibach, der sich im Laufe der Jahrhunderte einigemal wandelte, hieß einmal "Blybach ob den Silbergruben". Eine andere Version, die ohne große wissenschaftliche Überlegung entstand, war die Sage, die uns Bernhard Baader überlieferte.

Zur ersten Äbtissin des Waldkircher Fräuleinstifts kamen drei Brüder und baten sich in ihren öden Gebieten ansiedeln zu dürfen. Sie erlaubte ihnen sich die Plätze selbst zu wählen. An einer angeblich hübschen Stelle sprach der eine: "Do isch gut!" und baute sich da an. Wegen dieser Rede erhielte der Ort den Namen Gutach. Der zweite fand jenseits des Baches einen Platz, der ihm wohl gefiel, und sagte: "Do blieb ich". Deshalb wurde der Ort Bleibach genannt. Der dritte endlich, der Simon hieß, siedelte sich in einem Wald an. Und seitdem trägt dieser den Namen Simonswald.

Ähnliches sagt ein Gedicht, das sich zwar nicht so reimt, dafür aber, in der derben Ausdrucksweise des Landvolks, die Bewohner der einzelnen Bleibacher Ortsteile mit Spott bedeckt:

Z'Blibich, do blieb ich.

Am Stolle, do fresse sie Knolle.

Am Rai, do meine sie, sie häwe s'Geld allei.

Im Kregelbach, do verrecke sie fast.

Die Farben des Bleibacher Ortswappens Silber und Rot wurden auf die Narrenkostüme des "Silberklopfers" und des 1989 neu geschaffenen "Silber-Lusis" übertragen und lehnen sich an die einstige Zugehörigkeit zu Österreich, dem heiligen römischen Reich deutscher Nation an. Somit verkörpern der "Silberklopfer" und der "Silber-Lusi", die in der Narrenzunft verewigt sind und weiterleben ein Stück Bleibacher Geschichte.

Der Silberklopfer trägt eine auf dem Rücken beginnende, über den Kopf nach vorne in den Spitz laufende schwarze Kopfbedeckung, an deren Spitze eine kleine brennende Laterne angebracht ist, die die Grubenlampe der einstmaligen Bergwerkler darstellen soll.

Die Maske ist holzgeschnitzt und zeigt das Gesicht eines alten weißbärtigen Mannes, das von der Schwere der Bergwerksarbeit zeugt. Lebhaft zeigt sich das Häs mit einem schwarzen Schulterkragen und einer silbernen Jacke aus spitzzackig zugeschnittenem Stoff mit klingenden Silberschellen, die eine Versinnbildlichung des spitzzackigen Gesteins, mit dem es die "Bergwerkler" einst zu tun hatten, darstellen soll. Weiterhin trägt der Narr eine rote Hose, schwarze Handschuhe, schwarze Socken und schwarze Schuhe. Als Symbol und zur Belebung trägt der Narr in der Hand einen klingenden Silberhammer. Auf der Brust des Häses ist eine Silberklopferplakette angebracht, in der die Mitgliedsnummer zur Kontrolle eingraviert ist.

Mit diesem Häs verkörpert die Narrenfigur ein Stück Bleibacher Geschichte.

Schon im ersten Jahr nach der Gründung konnte das Fasnachtsprogramm mit 16-Häs und 4 Kinderhästräger, dem Narrenrat, sowie mehreren Helfern gestaltet werden.

Bereits im Jahre 1968 und zwar am Fasnetmendig, konnte die Narrenzunft eine von unserem Narrenvater Andreas Fischer (+) gestiftete Standarte einweihen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Narrenzunft Bleibach bereits über 60 Silberklopfer.

Beim Konvent des Verbandes Oberrheinischer Narrenzünfte in Kenzingen stellte die Narrenzunft Bleibach im Jahre 1968 den Antrag, als Vollmitglied in den Verband aufgenommen zu werden.

Erst im Jahre 1965 gegründet, wurde die Narrenzunft Bleibach schon 3 Jahre später, am 15. September 1968 nach reger Tätigkeit als Vollmitglied in den Verband Oberrheinischer Narrenzünfte aufgenommen. Dieser schnelle Aufstieg zur Vollmitgliedschaft ist, soweit bekannt, bisher noch keiner anderen Narrenzunft in dieser kurzen Zeit gelungen. Der Höhepunkt des Bleibacher Auftritts bei der Aufnahme war ein Gedichtvortrag des erst 7-jährigen Silberklopfermädchens Dagmar Weis. Sie trug folgendes Gedicht vor:

Grüß Euch Gott, von Haus zu Haus !

Ich komme aus dem Berg heraus.

Mit Erz und Steinen zugedeckt,

war ich, als Ihr mich geweckt.

Daß Ihr dieses habt gewagt,

dafür sei Euch Dank gesagt !

Ich pass recht gut in Eure Tage,

denn ich bring Altertum und Sage.

Nur hab ich eine große Bitte,

haltet mich gut in Eurer Mitte !

Doch ich seh Ihr wollt mich fragen,

was hat der "Alte" uns zu sagen ?

Ihr sehet schon an dem Gewand,

und diesem Klopfer in der Hand,

daß Blei und Silber ich gegraben,

davon hat Bleibach seinen Namen.

Und wer ein echter Heimatsohn,

ist stolz auf seine Tradition !

So will ich helfen aufzubauen,

nach Jungen und Alten schauen.

Frohsinn und echte Freude schenken,

ein Narr zu sein und trotzdem denken !

Ich weiß auch guten Rat,

am höchsten zählt "Die gute Tat".

Ein Herz voll Frohsinn treu und gut

Ein Wille, der Berge versetzen tut.

Aushalten auch in schwarzen Tagen,

und niemals nach dem Lohne fragen.

Bereit zu sein auch für ein Opfer,

das ist ein echter "Silberklopfer".

Glückauf ruf ich für alle Zeit.

An's Werk ihr Leute, seit bereit !

Wie schön wenn dieses Werk gelingt,

und allen Menschen Freude bringt.

Dann habt Ihr mich zur rechten Zeit,

aus dem Silbergrab befreit !

 

(Paul Kanstinger, im November 1965)

Die Patenschaft übernahmen die Narrenzunft Oberwinden "Dr' Spitzbue" und die Narrenzunft Gutach "D' Johlia vom Vögelestei". Dem Antrag wurde einstimmig zugestimmt und somit wurde die Narrenzunft Bleibach beim Narrentag in Ettenheim im Jahre 1969 offiziell als Verbandszunft aufgenommen und erhielt vom Verband Oberrheinischer Narrenzünfte die Aufnahmeurkunde überreicht.

Im Jahre 1973 war die Narrenzunft Bleibach Ausrichter des 29. Herbstkonventes des Verbandes Oberrheinischer Narrenzünfte, der erstmals 2 Tage andauerte. Am Samstag, dem 27. Oktober 1973, wurde eine Arbeitssitzung abgehalten, die von allen sehr begrüßt und seither zu einem festen Bestandteil des Konventes des Verbandes Oberrheinischer Narrenzünfte wurde. Am Sonntag, dem 28. Oktober 1973, fand dann der eigentliche Konvent statt.

Im Jahre 1975 feierte die Narrenzunft Bleibach mit mehreren Gastzünften das 10-jährige Vereinsjubiläum. Am Samstag, dem 25. Januar 1975, fand in der Turn- und Festhalle Bleibach das Festbankett unter Mitwirkung des Musikvereins Bleibach statt.

Am Sonntag, dem 26. Januar 1975, war der Jubiläumsumzug im Rahmen des "Vierertreffens" angesagt. Neben den Zünften des "Vierertreffens", Reichenbach, Niederwinden, Oberwinden und Bleibach, nahmen auch noch verschiedene Freundschaftszünfte am großen Jubiläumsumzug teil.

Zum 10-jährigen Jubiläum wurde das von Paul Kanstinger verfaßte Gedicht um zwei Strophen wie folgt erweitert:

Eure Saat ist aufgegangen,

trotz Mühen, Hoffen und auch Bangen.

Wer zählt die Stunden und die Tage,

wer zählt die Opfer und die Plage ?

"Darum tu ich heute kund,

aus des Silberklopfers Mund":

Dank sei den Jungen und den Alten

Die dieses schöne Werk erhalten,

damit es auch in Zukunft heißt:

Das ist der "Silberklopfergeist".

Ihr Idealisten bleibt ä so....

Dann hallt's noch lange "Blibich doo" !

Am 16. Januar 1978 erfolgte unter der Nr. VR 133 die Eintragung ins Vereinsregister als: Narrenzunft Bleibach "Der Silberklopfer" e. V. mit Sitz in Gutach, Ortsteil Bleibach.

Zum 15-jährigen Vereinsjubiläum konnte die Narrenzunft Bleibach mit Unterstützung der Gemeinde und der Bevölkerung am Samstag, dem 2. Februar 1980, ihre Brunnenweihe und am Sonntag, dem 3. Februar 1980, einen großen Jubiläumsumzug abhalten. Schon seit über 10 Jahren wurden entsprechende Entwürfe und Pläne für einen Narrenbrunnen gewälzt. Mit der Grund war die Tatsache, daß in den meisten anderen Orten des Elztals schon solche Brunnen standen und Bleibach hier nicht aus der Reihe tanzen wollte.

Im Jahre 1982 brachte die Narrenzunft "Der Silberklopfer" ihre erste eigene Narrenzeitung heraus, die bis zum heutigen Tag beibehalten wurde.

1985 feierte die Narrenzunft "Der Silberklopfer" ihr 20-jähriges Bestehen. Es begann am Samstag, dem 2. Februar mit einer Narrenmesse. Anschließend wurde in der Festhalle ein Festbankett und Unterhaltungsabend abgehalten.

Am Sonntag, dem 3. Februar fand im Hotel Silberkönig der Zunftmeisterempfang statt. Am Nachmittag um 14:30 Uhr fiel dann der Startschuß für den Jubiläumsumzug mit 25 Narrenzünften und 14 Musikkapellen. Schätzungen zufolge befanden sich ca. 8000 - 10000 Zuschauer an der Umzugsstrecke. Der Umzug war dann auch ein voller Erfolg.

Am 26. Februar 1987 ernannte Oberzunftmeister August Weis, Willi Disch zum Ehrennarrenrat.

Am Sonntag, dem 31. Januar 1988, war die Narrenzunft Bleibach "Der Silberklopfer" Ausrichter des Vierertreffens der Narrenzünfte Niederwinden, Oberwinden, Reichenbach und Bleibach, die im Viererbund abwechselnd die Umzüge ausrichteten. Außer den "Viererbundzünften" nahmen aber auch befreundetet Zünfte aus der Nachbarschaft, wie Gutach, Kollnau, Buchholz, Denzlingen, Suggental, Freiburg und Emmendingen am Umzug teil. Sogar vom Bodensee und aus der Schweiz kamen Narren nach Bleibach.

Am 17. April 1989 lud die Narrenzunft Bleibach zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Dem Silberklopfer sollte ein zweites Häs zur Seite gestellt werden. Es sollte ein lustiger, schelmenhafter Geselle werden. Die Versammlung einigte sich bezüglich der Farbgestaltung auf die Farben Rot, Schwarz und Silber. Ein Name konnte aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefunden werden.

Am 10. Februar 1990 feierte die Narrenzunft Bleibach ihr 25-jähriges Jubiläum mit einer Narrenmesse in der Pfarrkirche St. Georg. Um 20 Uhr fand ein Festbankett statt. Bei diesem Festbankett stellte die Narrenzunft ihr neues Häs, den "Silber-Lusi" vor.

Der "Silber-Lusi" trägt eine Holzmaske, die in Mimik und Ausdruck ganz der Vorstellung eines verschmitzten und gewieften Gesellen entspricht, einen grauen, schwarz gefütterten Umhang, eine rote Weste und schwarze Kniebundhosen. Dazu gestrickte hellgraue Strümpfe, rote Stulpen und derbe schwarze Schuhe.

In Anlehnung an den geschichtlichen Hintergrund, gehört ein lederner Beutel zum Häs, der eine "Geldkatze" versinnbildlicht. Der Lederbeutel ist an einem schwarzen Gürtel befestigt, dessen Verschluß mit einem polierten Halbedelstein verziert ist. Vervollständigt wird das Häs durch einen grauen, spitz zulaufenden Filzhut, an dem Federn der heimischen Vogelwelt befestigt sind, und einem Halsschmuck aus Silbererz.

Der Verschluß des Gürtels und der Halsschmuck sollen auf den Profit bringenden Handel des "Silber-Lusi" hinweisen.

Die Figur des "Silber-Lusi" stellt einen verschmitzten, schalkhaften Gesellen dar, der wie alte Stiche beweisen, mit den Bergleuten Handel trieb, und ihnen ihr Silber gegen Dinge des täglichen Bedarfs eintauschte und damit natürlich seinen Profit machte. Noch heute nennt man im Volksmund einen solchen Gesellen "Luser" oder "Lusi".

Der Zunftmeisterempfang zum 25-jährigen Jubiläum fand am 11. Februar um 11:11 Uhr im Gasthaus Rösch statt. Anschließend bewegte sich der Jubiläumsumzug um 14:11 Uhr mit über 2000 Narren der Vogtei Nördlicher Breisgau durch die Straßen von Bleibach.

Bei der Hauptversammlung am 10.11.1990 ging die Ära August Weis als Narrenrat und Oberzunftmeister zu Ende.

Er war seit der Gründung der Zunft Oberzunftmeister und es ist sicherlich auch mit sein Verdienst, daß die Narrenzunft eine solch erfolgreiche Entwicklung genommen hat.

Mit August Weis schieden weitere verdiente Narrenräte aus der Vorstandschaft aus.

Franz Weiß und August Nopper. Auch diese beiden gehörten dem Narrenrat der Narrenzunft Bleibach "Der Silberklopfer" seit der Gründung der Narrenzunft an, und können somit auf 25 Jahre erfolgreiche Arbeit in der Zunft zurückblicken.

Für Ihre große Verdienste wurden diese drei zu Ehrenmitgliedern der Narrenzunft ernannt.

Nach 25 Jahren Oberzunftmeister August Weis übernahm Berthold Hummel das Amt des Oberzunftmeisters und Helmut Kury das Amt des Zunftmeisters.

Die erste Fasnet nach der Ära August Weis sollte für den neuen Oberzunftmeister gleich zu einem richtigen Prüfstein werden. Die weltpolitische Lage, verursacht durch die Besetzung von Kuwait durch den Irak, und der kurz darauf beginnende Golfkrieg sorgten dafür, daß die Berichterstattung in den Medien in der Forderung gipfelte, daß unter solchen Umständen eine Fasnet nicht stattfinden kann. Unter solch öffentlichem Druck entschied sich der Verband Oberrheinischer Narrenzünfte seinen Mitgliedszünften zu empfehlen auf die Fasnet zu verzichten. Nach langen Beratungen entschloß sich der Narrenrat der Narrenzunft dieser Empfehlung zu folgen und alle Veranstaltungen abzusagen.

Am 28. Und 29. Januar 1995 fand ein historisches Ereignis statt. Die Narrenzunft Bleibach konnte auf 30 und die Narrenzunft Gutach auf 70 Jahre Geschichte zurückblicken. Diese beiden Jubiläen nahmen die Verantwortlichen Narrenräte beider Zünfte zum Anlaß um ein gemeinsames Jubiläum unter dem Motto "100 Jahre Fasnet" auszurichten.

Das Jubiläum begann mit einer Narrenmesse in der Bleibacher Kirche St. Georg. Anschließend fand ein Fackelumzug durch die Bleibacher Straßen statt. Wegen eines sehr starken Sturmes konnten die Fackeln jedoch nicht entzündet werden, so daß der Umzug bei relativ "dunklen" Bedingungen statt fand.

Am Sonntag, dem 29. Januar 1995, fand im Bürgersaal des Gutacher Rathauses um 11:11 Uhr der Zunftmeisterempfang statt. Zahlreiche Glückwünsche wurden von den Oberzunftmeistern der Narrenzünfte Herbert Springmann und Berthold Hummel entgegen genommen.

Der Jubiläumsumzug setzte sich um 14:11 Uhr in Bewegung. Es nahmen zahlreiche Zünfte aus dem Elztal und darüber hinaus teil.

Am 11.11.2000 schied der langjährige Narrenrat und Vereinswirt Georg Gantert aus der Vorstandschaft der Narrenzunft aus.

Für sein 19-jähriges Engagement im Narrenrat der Narrenzunft beschloß der Narrenrat ihn zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Bei der Mitgliederversammlung am 11.11.2003 gab der amtierende Oberzunftmeister Berthold Hummel bekannt, daß er für das Amt des Oberzunftmeisters nicht mehr zur Verfügung steht. Nachdem er dieses Amt 13 Jahre inne hatte, stand nun der zweite Führungswechsel in der Geschichte der Zunft an. Das Amt des Oberzunftmeisters wurde vom bisherigen Zunftmeister Helmut Kury und das Amt des Zunftmeisters vom bisherigen Schriftführer Kurt Beckmann übernommen. Im Vorfeld des 40 jährigen Jubiläums des Silberklopfers im Jahre 2005 gab es wie nachfolgend aufgeführt, noch weitere Änderungen innerhalb der Vorstandschaft der Zunft:

 zum Schriftführer wurde Jörg Kozur gewählt, der das Amt von Kurt Beckmann übernahm.

zum Säckelmeister wurde Frank Sieg gewählt, der das Amt von Clemens Schätzle übernahm.

zum Zeremonienmeister wurde Ewald Kaintor gewählt, der das Amt von Frank Sieg übernahm.

Alle weiteren Narrenräte standen mit Ausnahme von Clemens Schätzle der Zunft auch weiterhin als Beisitzer in der

Vorstandschaft zur Verfügung.

Nach dem 11.11.2004 wurde mit den Vorbereitungen des 40-jährigen Jubiläums des "Silberklopfers" begonnen.

Das historische Ereignis aus dem Jahre 1995 sollte auch wieder im Jahre 2005 stattfinden.
Der Silberklopfer konnte in diesem Jahr auf 40 und der Johlia auf 80 Jahre Geschichte zurückblicken. Diese beiden Jubiläen nahmen die Verantwortlichen beider Zünfte erneut zum Anlaß ein gemeinsames Jubiläum unter dem Motto "120 Jahre Gutacher Fasnet" auszurichten.

Das Jubiläum begann am 21.01.05 mit einem gemeinsamen Festbankett im Festzelt auf dem Gutacher Schulhof, zu dem zahlreiche Ehrengäste, befreundete Zünfte und die Bevölkerung der Gemeinde eingeladen waren.

Es nahm seinen Fortgang mit einem Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen beider Zünfte am 22.01.05 in der Gutacher Kirche St. Michael. Anschließend fand dann ein Fackelumzug durch Gutach mit zahlreichen befreundeten Zünften statt.

Am Sonntag, den 23.01.05 wurden die Feierlichkeiten in Bleibach fortgesetzt. Unter den Klängen de Musikvereins Sieglau begann um 11:30 Uhr der Zunftmeisterempfang für geladene Gäste.Die beiden Oberzunftmeister Karla Lang und Helmut Kury konnten dabei zahlreiche Glückwünsche entgegen nehmen.

Parallel zum Zunftmeisterempfang gab es auch in der St. Georg Kirche in Bleibach einen Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen beider Zünfte.

Um 14:11 Uhr setzte sich dann der große Jubiläumsumzug in Bewegung. An diesem Umzug nahmen 23 Zünfte mit nahezu 2000 Hästrägern teil. Die Planung und Festlegung der Umzugsstrecke stellte für die verantwortlichen Narrenräte eine besondere Herausforderung dar, mußte doch der Umzug durch die innerörtlichen Straßen geführt werden.

Von unserer Patenzunft dem Oberwindemer Spitzbue war zu erfahren, daß die Umzugsteilnehmer nun jede Straße in Bleibach kennen würden. Das Wetter und das Zuschauerinteresse waren an diesem Jubiläumswochenende nicht zu überbieten. Das alljährliche Fasnetprogramm der Narrenzunft Bleibach "Der Silberklopfer" stellt sich wie folgt dar:

· Zwei Zunftabende mit Programm und Tanz

· Hemdglunkerumzug mit Schlüsselübergabe am Schmutzige Dunschtig

· Fasnetumzug am Fasnet Mendig

· Narrensuppenessen mit anschließendem Kinderball am Fasnet Zischdig

· Abends Fasnetverbrennung mit anschließendem Ausklang

An dieser Stelle ist auch zu erwähnen, daß die Narrenzunft seit ihrer Gründung jedes Jahr einen Zunftabend abhält, der inzwischen am Freitag und Samstag vor Fasnet stattfindet.